Erwartungen und Planungen aus dem Jahr 2015, Austausch Orga und Spieler

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    Ich kann mich Sera nur anschließen, mit einer kleinen Änderung. Bei mir war die Dämonicon 2 meine erste Con (auf dem grandiosesten Gelände). Viele haben gesagt, dass die kleinen Cons schön und ggf. besser waren. Auch ich freue mich ungemein auf die Erben der Elemente. Allerdings habe ich inzwischen so viele Spieler lieb gewonnen und der eigene Clan hat ein Größe erreicht, dass noch kleiner werdende Cons eine Privataudienz bedeuten würden, wenn sich rechtzeitig alle anmelden oder es können nicht alle mit weil Plätze belegt sind. Ich möchte aber sehr gerne mit mehreren Leuten spielen können und fände es daher sehr schade, wenn sich die Congrößen dauerhaft auf 20-30 einpendeln würden.
    Zurück wünschen kann ich mir nichts, da ich die alten Cons nicht kenne, aber Elementplots finde ich sehr interessant. Ich glaube sie bieten auch eine gute Möglichkeit Spielergruppe zu vernetzen à la Wasser hier, Gruppe xy hat doch Feuer- oder Erdaffine dabei. Nimmt man noch hell und dunkel dazu hat man viele Möglichkeiten abgedeckt. Ich habe ja leider an allen Haboriaterminen dieses Jahr keine Zeit gehabt und weiß nicht genau, ob es dort im Plot mit drin war, aber ich mag Rätsel. An Rätseln können alle knabbern, egal ob magisch begabt oder nicht.


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    • Diese Antwort wurde vor vor 8 Jahren, 7 Monaten von Admin bearbeitet.
    #1267
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    Rätsel sind da so ein Stichwort. Man hat Schriften gefunden, hat die übersetzt… Die Legende Silians hatte 16 Seiten nicht sooo groß gedrucktes Zaronisch. Aber man konnte die Schrift dann auch. Man hat eine Kultur kennen gelernt und ihre Eigenarten. Man hat Steine gefunden, die irgenwo angeordnet werden mussten, Losungsworte auf zaronisch und so weiter. (Merkt euch, wenn das Ding einen Kreis ergeben soll, steht außen, wenn ihr ihn schließt. ^^) Worte die aus Texten stammten, Schriften der verschiedenen Kulturen. Hintergünde zum Ergründen.

    Ja, man musste sich da reinfuchsen, ja, die Informationen zu verteilen war schwer. Aber es gab Möglichkeiten, wir haben uns bemüht, aber an gewissen Situationen ist man doch gescheitert. „Ja, wir müssen hier da das Problem mit Aqua usw blabla…“ – „Nun, das liegt daran, dass hier die Elemente im Streit liegen. Aqua hat damals…“ – „Ja, mag sein, aber was sollen wir da tun?“ – „Nun Aqua liegt im Streit mit seinen Geschwistern, daher…“ – „Das interessiert uns nicht, was sollen wir jetzt tun?“ – „Äh…“

    Sehr wenige Einsteiger waren dabei wirklich bereit, den Hintergrund anzunehmen, und es GEHT einfach nicht, hinter jedem alles herzutragen, vor allem dann nicht, wenn er sich dafür nicht interessiert. Und Orte wie Bibliotheken werden doch immer wieder nur von denselben Verdächtigen besucht. Natürlich war es immer Arbeit, sich da reinzuwurschteln. Aber wenn man selbst die schon vorgekauten Happen nicht annehmen wollte, hatte man natürlich Probleme auf diesen Cons, wenn einem Kampf, Heilerspiel und Ambiente nicht genügten…

    Talosia ist offener geworden, hat dabei aber ganz viel von seinem Charme verloren. Vielleicht muss man da zweispuriger fahren, ich erninnere mich aber auch an eine extreme Plotdichte damals.

    Einmal gab es einen Dungeon, einen schlussendlich überfüllten Dungeon, in dem zumindest gefühlt jeder war. Ohne Hintergrundwissen kam man da schlechter durch, es war aber machbar. Das war einerseits Plot für Leute, die Talosia länger begleitet hatten, andererseits auch für jene, die es weiter begleiten wollten.

    Draußen langweilten sich einige verbliebene, weil ja sonst nix da und so. Ich war an dem Tag durchs Lager gegangen, habe ein paar Worte hier und da gewechselt und konnte insgesamt sieben Fäden nennen, die man hätte verfolgen können, je nach Neigungen des Charakters. Natürlich passt nicht immer alles, aber man konnte immer etwas finden. Das war nur mit den Prioritäten … schwerer…

    Wir waren überladen und delegieren war schwer. Man war immer im Stress, hat aber dennoch immer versucht, Fragen zu beantworten. Dass das nicht immer ging, war eigentlich klar. Wir hingen sooo oft fest, weil Deanna gerade ihr Wissen Wissensuchenden weiter gab, aber hey, es wurde getan, so gut es möglich war.

    Aber wie viele Versammlungen lösten sich auf, ohne dass jemand das Angebot wahrnahm noch im Anschluss Fragen zu stellen. Wie oft wude man ignoriert, wie oft wurde einem der Mund verboten?

    Was sollte man da noch tun? Und dann immer das hartnäckige „Kann-man-nur-mit-Magie-Lösen“. Beispiel in Rolendur: Yuri hat das gemacht. Mit Hilfe weniger Interessierter. Yuri war so magisch wie ein gewöhnlicher Stein. Yuri hat mit dem Typen … *trommelwirbel* geredet… Aber da war ein Ritual… Das Ritual bestand aus Deanna, die uns Paranoiden einen völlig überflüssigen Schutzkreis gebastelt hatte. Aber natürlich wäre es ohne Magie nicht gegangen. Menk hatte den nötigen Hintergund mit Träumen verteilt. Gemacht wurde daraus nichts…

    Menk hat so viel versucht, dem entgegenzuwirken, leider ohne wirklichen Erfolg.

    Du hast also immer das Problem, dass ausgefeilte Hintergründe nicht der Spielphilosophie von jedem entsprechen, bzw. für einmalige Besucher und Neueinsteiger in die Kampagne schwer durchschaubar sind. Oder je nach Charakter. Und nur wenige wollten sich darauf einlassen. Das war leider nun mal so.

    Und dann war da noch das Problem, dass sehr viel Teil einer großen Kampagne war. Da hat man sich nun mal unter sehr vielen Entbehrungen durch all die Probleme geackert und gekämpft, geschwitzt und Blut gelassen für etwas, dass auf dieser Con nicht mehr wichtig war. Damit kamen sehr viele auch nicht klar. Und die Beute war wirklich nur spannend für Stammspieler, und für die Stammspieler war es ein extremer Schritt rückwärts wenn das heilige XY von Z ausgecheckt wurde, den niemand mehr gesehen hatte seitdem. Wir waren nicht lootgeil, wir brauchten das Zeug einfach und das „Inventar“ war vollgestopft mit „Questitems“, die nur für den einen Moment in Talosia gebraucht wurden. Für den einzelnen Charakter: absolut nutzlos. Motiviere doch mal Leute, für dich und die Zukunft Talosias Steindinger aus einer Höhle mit verrückten und grausamen Tierwesen zu erkämpfen, die man dann immerhin schon mal in einem halben Jahr braucht, um ein neues Zeitalter einzuläuten?

    Aber das war es, was Talosia war, ein lebendiger Hintergrund mit Tiefe und Geschichte. Und deswegen sind wir hier hängen geblieben und Stammspieler seit sehr vielen Cons. Aber so langsam sind es für mich zumindest nur noch Cons. Der Drang auf keinen Fall was verpassen zu wollen nimmt extrem ab. Es sind keine schlechten Cons, aber sie werden austauschbar.

    Im Moment würde ich nicht angeschlagen Stunden im Auto sitzen, um an einem verregneten und stürmischen und kalten Samstag Nachmittag durch Remesaat zu reisen, auf der Suche nach den Rätseln Talosias.

    Und das ist sehr, sehr schade. Ich vermisse Talosia.


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    • Diese Antwort wurde vor vor 8 Jahren, 7 Monaten von Admin bearbeitet.
    #1270
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    Danke Elia,
    das beschreibst den Blick zurück sehr gut. Du erinnerst mich daran weshalb ich die Dämonicon Reihe so gestrickt habe wie sie ist. Tatsächlich bin ich aber auch mit einigen von den erwähnten Umständen unzufrieden.
    Ich denke auch, dass die Dämonicon Reihe für Einsteiger offen genug gestaltet ist, dass jeder einsteigen kann. Genauso wie auch bei Haboria. Aber dort habe ich selbiges Phänomen erneut dieses Jahr erlebt „Der Plot war nur mit Magie lösbar“ – wurde aber ohne die Magie von SC gelöst (oder zählt die Einbindung eines magisches Artefakts als Säule für dieses Argument?).

    Letztlich bleibt also genau hier die Frage in der Luft hängen, wie geht es weiter?

    Ich habe tatsächlich die Basis für eine neue Talosia Kampagne entwickelt… Und ich habe die Möglichkeit geschaffen komplett back to the roots zu gehen (was den Spielstil anbelangt). An dieser Stelle stellt sich jedoch die Frage, ist das überhaupt gewünscht?

    In einem seperaten Thread stelle ich mal das Konzept vor (Achtung Spoiler Alarm)


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    #1272
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    @ Elia:

    Halfdan findet das Konzept von Bibliotheken….sehr merkwürdig. Warum sammelt man jede Menge guten Zeugs zum anzünden und macht darum so ein Gewese? Und warum gibt es hier keine in Stein geritzten Runen, die die Weisen studieren?

    Was will ich damit sagen?

    Wir spielen doch alle grobes Mittelalter und wollen unsere Charaktere glaubhaft verkörpern. Dazu gehört auch, dass wieviel Prozent der Leute lesen können? 1 Prozent? Und welche Berufsgruppen? Kleriker, Magier sicher auch Druiden und natürlich die überall im Larp anzutreffenden Verwalter und königlichen Amtmänner.
    Söldner, Kämpfer etc und selbst Heiler ( was wohl eher in Richtung Feldscher gehen sollte) nicht. Und selbst die, die man in ihrer Jugend mit Buchstaben gequält hat ( ggf. Ritter), dürften allzu gerne das vergessen.Dazu kommt die Frage, ob zum Beispiel selbst ein gelehrter Elf die Schrift der Menschen kennt.

    Also wenn aus 100 SC mehr als 5 in einer Bibliothek zu finden sind, halte ich das schon für unglaubwürdig.

    Generell, warum tun wir „tumben“ Charaktere etwas, was ist unsere Motivation? Sind wir alle absolute „Lichtis“? Wohl kaum. Wir kämpfen für Geld, aus Abenteuerlust, aus Treue, aus Verzweiflung. Und wenn du, Elia, mir einen solchen Grund gibst, dann erkämpfe ich natürlich auch Steindinger oder Gewandzipfel oder blute solange, bis ihr Magier etwas zur Rettung verbracht habt.

    Und dann brauche ich auch kein irre tiefes Wissen von Hintergründen, dann hab ich Spaß und lieg brüllend im Dreck während ich versuche, Boris die Keehle aufzuschlitzen. Und dann habe ich und auch der Heiler genügend Spaß.

    Aber dann brauch ich auch Gelegenheit dazu. Das war z.B. Ein Punkt bei D4 der mich extrem gestört hat. Ein mit 6 Sternen ausgezeichneter Kampfcon, bei dem zu keiner Zeit das Gefühl einer Bedrohung oder einer unruhigen,mulmigen Stimmung aufkam, die Kämpfer teilweise anfingen, zu würfeln. Macht ruhig eurer magisches Ding, gerne vom Veranstalter ein wenig in den frühen NachMittag gezogen ( dann schauen wir euch gerne zu). Aber geht auch mehr auf Bedürfnisse anderer Klassen ein.

    Und es ist ja schön, wenn ihr sagt, man könne vieles auch nichtmagisch lösen. Fakt ist für mich jedoch (eigene Gespräche und auch in den Conkritiken) dass viele Nichtmagier immer wieder das Gefühl haben, es ginge nicht ohne Magie. Unabhängig von der Tatsache ob es ging oder nicht ( und auch ich sehe mich mehr bei der Fraktion, die die Magieladtigkeit beklagt), wenn es denn nicht so ist: Warum haben dann so viele das Gefühl, ausgeschlossen zu sein?

    So, viel Text. Ende erstmal.


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    #1273
    Admin
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    Naja wir spielen… genau das… wir spielen- und wir spielen Fantasy ( zumindest auf einem Großteil der Cons) . Zuviel Realismus funktioniert auf einer Highfantasycon nicht- das geht bei den Nordmännern- und allen anderen, die bewusst ins Lowfantasy gehen und eher eine milde Form des realitätsbezogenen Nachspielens suchen. Talosia ist davon seeeeehr weit entfernt.

    Darum, ja die meisten Charaktere besitzen zivilisatorische Fähigkeiten, die real betrachtet in der Zeitepoche in der Masse eher unglaubhaft- oder schlichtweg nicht existent waren. Aber dafür ist es ja LARP 🙂

    so und wenn jetzt jemand mit der Authensitätsdebatte anfängt den beisse ich 😉


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    #1274
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    Aber ob Sie diese Fähigkeiten auch einsetzen wollen?😄


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    #1276
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    Elia und Halfdan haben sich gut an den einander entgegengesetzten Ende des Seils postiert.

    Ich neige eher zu Elias Sicht, gebe aber zu bedenken, was alles nicht funktioniert hat. Wenn ich an die zum Teil sehr verletzenden Diskussionen nach Rolendur oder Widerstand 2 denke, bin ich mir sicher, dass ich das nicht wieder brauche. Die Vorwürfe der Nicht-Stammspieler es wäre vieles unverständlich kann man nicht wegwischen.

    Also ein bisschen altes Talosia wäre sicher gut.

    Zum Thema „Nur durch Magie zu lösen“: Der gemeine Nichtmagier neigt dazu, zu Glauben, was der Magier von sich gibt. Wenn der Magier sagt: „das ist nur durch Magie zu lösen. Ich muss nur noch herausfinden durch welche“, dann ist für viele das Thema erledigt. Vor allem, wenn der Magier auch noch schlimme Konsequenzen andeutet, solle man es trotzdem anders probieren. Ergo Aufruf an alle Spieler: Nicht von Magiern einschüchtern lassen, egal wie berühmt oder mächtig.

    Fortsetzung: Ich habe mir gerade den Plotvorschlag durchgelesen. Für mich fällt er wieder ins andere Extrem, indem sich nur langjährige Stammspieler zurechtfinden. Aber warum nicht beides tun? Eine Kampagne, die tief in den Hintergrund eintaucht und eine Kampagne, die den Hintergrund eher streift und sich sonst mit Alltagsproblemen befasst. Das erfordert natürlich auch eine gewisse Disziplin von den Stammspielern, die große Gipfelkonferenz der Elemente eben nicht auf der Alltagscon anzuzetteln, sondern eben doch ein halbes Jahr zu warten.


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    #1279
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    @Elfjur

    Ich muss dabei ganz offen sagen, dass wie Elia erzählt ich wirklich alles an Methoden durchprobiert habe um neue Spieler einzufangen. Aber nicht um überheblich zu werden klar gesagt: nicht auf jeder Con sämtliche Methoden.

    Es hängt auch bei allen Ideen immer davon ab wieviele Leute diese Ideen mit tragen. Was bringt es schon, wenn ich mir als Orga Monate den Kopf zerbreche und von SC, NSC und SL als konstruktivste Anregung das typische „gefällt mir nicht weil…“ höre, aber keine Alternativen dargebracht werden. Ich erwarte nach 10 Jahren auch wirklich nicht mehr das sich das ändert, jedoch sollten sich auch einige Teilnehmer bei ihren Forderungen dieser Problematik der motivierten Kommunikation, die eben nicht nur aus Ablehnung besteht, bewusst werden.

    Ich denke zudem, dass die Sichtweise auf z.b. das laufende Konzept „Dämonicon“ auch sehr stark von individuellen Vorlieben geprägt wird. Interessant finde ich z.b. das ich nach besten Kräften nach D 2.5 auf eine geringere Bedrohungssituation durch grosse Dämonen und ein rätsellastigeres Plotkonzept ohne Weltrettungszwang runter geschraubt habe, aber die Kritiker von 2.5 trotz Anwesenheit weiterhin kein Interesse an den Vorgängen gezeigt hatten. Statt der Anerkennung auf die Kritiken versuchsweise eingegangen zu sein gab es tatsächlich die zum Teil berechtigten Kritiken von Leuten die zum Beispiel mehr Kämpfe forderten.

    Insgesamt scheint der Funke von Inhalten bei der Dämonicon Reihe nicht bei allen langjährigen Spielern überzuspringen. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass auch dort einiges zu entdecken und zu Beeinflussen ist, verstehe aber wenn der neue Stil nicht gefällt und sehe durchaus auch Motivation dies wieder zu ändern. Allerdings ist es auch recht kontraproduktiv wenn
    ständig von Extremfällen gesprochen wird. In dem Beispiel, dass ich mehrfach von Leuten die nicht auf einer einzigen Dämonicon waren (auch nicht alle im Forum aktiv) gehört habe, dass auf der Conreihe extrem viele unbesiegbare Dämonen rumlaufen zeigt sehr deutlich wie subjektiv manche Leute ihre Eindrücke weiter geben. Jeder der Interesse hat kann gerne von mir sämtliche Guides zu den Dämonen und ihren Plots bekommen und mir auch nur einen Dämon dem man bei uns begegnet ist zeigen, der nicht durch Engagement von jedem zu beseitigen ist.
    Und bevor jetzt die zwei Parade Ausnahmen aufgezählt werden mache ich das lieber selbst:
    1. Mojarok (den Avatar des Dämonengottes Kryan) als Beispiel für einen Gegner auf einer Con zu wählen ist …. – bitte selbst beurteilen
    2. Der Seelensammler von Dämonicon 2 konnte tatsächlich nur mit Pfeilen auf seinen Haupttorso oder mit Feuerbällen (vergleichbares) hingerichtet werden. Das gab es in Texten zu Lesen und sollte einen Plot für taktierende Bogenschützen sein. Darauf wurde dann in der Konsequenz auf 2.5 der Erzdämon mit seinem „unbesiegbaren“ Avatar, welcher am Ende dann doch besiegt wurde^^

    Davon ab gab es keine Erscheinungen von unbesiegbaren Dämonen. Aber leider ist es genau wie die „nur mit Magie lösbar“ Parole ständig präsent.

    —————

    Ich denke, dass Halfdan es schon gut beschreibt wo das Problem vielleicht auch liegen könnte (in Bezug auf Dinge die zu tun sind). Es geht nicht wirklich um „Nur mit Magie lösbar“ sondern um den Grundbestand „nur mit Bildung lösbar“.
    Ich denke nicht, dass ein simpler Charakter wie z.b. ein Nordmann gezwungen ist Lesen zu lernen. Das halte ich auch bei Barbaren für nicht ganz Spiel konform mit meinen eigenen Vorstellungen (jedem das seine). Dieser spielerische Nachteil lässt sich aber durchaus ausgleichen. Zwei Lösungsansätze:

    1. Interesse für seine Umwelt. Ein Charakter den es nicht interessiert welche Bedrohungen ihn umgeben und warum diese was mit ihm wozu machen wollen, wäre in einer solchen Umwelt wie auf den meisten Cons nicht überlebensfähig. Das gilt auch für einen Ritter der nur auf der Durchreise ist. Denn wenn er nicht weiss, dass der Bach den er überschreitet zur Brutstätte eines Koboldkönigs gehört, welcher Menschenfleisch nach langer belustigender Folter an seine Jungen verfüttert, dann wird er unweigerlich in dessen Falle laufen. Das gilt aber auch für simple Gesetze in Non Fantasy Settings wie z.b. den Rechten von Frauen (die übrigends genauso wenig Mittelalter konform gespielt werden wie der Bildungsgrad zum Lesen von Schriften). Wenn eine Frau im falschen Non Fantasy Land der Meinung ist den Mund zu voll zu nehmen, wird sie am Ende als Hexe verbrannt werden. Nicht weil sie Magie gewirkt hat, sondern weil (dem Mittelalter Vorbild nachempfunden) sie einfach sich zuviel Einfluss anmasst und auf diesen Vorwurf hin aus dem Weg geschafft wird.

    Daraus schließe ich den Ratschlag: Wer nicht lesen kann, sollte sich versuchen durch Gespräche auf dem laufenden zu halten. Es soll sich wirklich niemand an dieser Stelle persönlich angegriffen fühlen. Aber Tatsache ist, dass leider nur sehr selten verschiedene Gruppen sich am Lagerfeuer mal zusammen setzen und sich austauschen. Grade bei großen Gruppen wird nach außen hin gerne dicht gemacht und auf eine persönliche Plot Einladung gewartet.
    Ebenso kann man leider nicht erwarten, dass jeder NSC für die Wiedergabe von nebensächlichen Hintergründen geeignet ist. Zum einen weil es schlichtweg unmöglich ist das ich von den NSC erwarte dass sie alles lernen was es zu lernen gibt und zum anderen weil auch ich als Orga kaum in der Lage bin sämtliche Szenarien vorher zu sehen. Für einige bleibt es einfach der Freizeitspass für ein Wochenende und es darf keiner den Anspruch stellen, dass jeder NSC für die eigenen Bedürfnisse mehr arbeiten muss.
    Im Beispiel der Sonderfertigkeiten habe ich das früher bereits erklärt. Nein, ich werde kein NSC Meeting abhalten um den NSC die Sonderfähigkeiten jedes einzelnen SC zu erklären. Die merkt sich sowieso keiner und wenn der SC nicht in der Lage ist diese anständig darzustellen, haben sie für niemanden anderen außer ihn selbst einen Spielwert.

    Ein langer Erklärungsbogen mit vielen Schwierigkeiten die sehr miteinander verwoben sind.

    Hier der zweite Lösungsansatz für einen Charakter mit Söldnerqualitäten:

    – Führe eine Präsentation durch
    Als ich damals mit meinem Trollsöldner unterwegs war, hatte ich auf keiner einzigen Con eine Gruppe im Vorfeld angesprochen und dennoch ausnahmslos auf allen Cons Beteiligung am Hauptgeschehen erlebt.
    Wenn ich ins Spiel startete, habe ich nach dem Ankleiden der Rüstung als erstes mich durch alle SC Lager begeben und mich „präsentiert“. Wenn man alleine unterwegs ist, kommt man schnell ins Gespräch, selbst als Troll. Ich fand relativ konstant auch Soldherren, die meine Kampfkraft oder meine Naivität (aus)zunutzen wussten. Ich interessierte mich nicht für das „Warum“ gehen wir in den Wald? oder „Warum“ greifen mich die Räuber an? Ich habe mir selbst ausreichend Motivationen überlegt um selbstständig mit den Geschehnissen zu interagieren. Dabei provozierte ich ständig Spiel, wie z.b. mit widerlichen Neigungen (tote Feinde fressen). Das könnte ein Söldner durch Leichen Fledderei auch erzeugen und würde dabei mitunter interessante Plothinweise finden die ich gelegentlich NSC mitgebe…
    Außerdem ist es wichtig neben der Präsentation seine Spielbereitschaft zu zeigen. Das beginnt mit dem Verhalten beim Kochen. Wenn ich OT aus Langeweile und Frustration mich mit anderen beim Kochen über Sachen unterhalte, die fernab des Charakter Spiels liegen, wird jeder Spiel suchende SC und NSC einen Bogen um dich machen. Aktiv werden heisst hier: Kontakt mit den Nachbarn suchen! „Isch habe gar kain Auhto“ kennt doch jeder aus der Werbung. Es geht darum einen Vorwand zum Spiel zu suchen, damit man gemeinsam in das Abenteuer hinein rutscht. Und wenn es ganz simpel ist „Du Schatz, auf dem Stück Fleisch würde eine Pilzsoße gut schmecken“, dann kann man zuerst den Nachbarn nach Pilzen fragen und danach feststellen, dass dieser unheimlich wirkende Wald die einzige Quelle für ein leckeres Mittagessen ist. Wenn dann die SL auch noch rechtzeitig über die Essenszeiten und die Absichten für das Sammeln von Pilzen und Kräutern informiert wird, kann es gut sein dass man weitaus mehr als Pilze findet.

    Extrem viel Text. Aber ich hoffe wir arbeiten gemeinsam an Problemlösungen. Irgendwie habe ich das Gefühl langsam zu alter Form zurück zu finden… lange keine Spieelphilosphietexte mehr verfasst


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    #1280
    Admin
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    Sehr wenige Einsteiger waren dabei wirklich bereit, den Hintergrund anzunehmen, und es GEHT einfach nicht, hinter jedem alles herzutragen, vor allem dann nicht, wenn er sich dafür nicht interessiert. Und Orte wie Bibliotheken werden doch immer wieder nur von denselben Verdächtigen besucht. Natürlich war es immer Arbeit, sich da reinzuwurschteln. Aber wenn man selbst die schon vorgekauten Happen nicht annehmen wollte, hatte man natürlich Probleme auf diesen Cons, wenn einem Kampf, Heilerspiel und Ambiente nicht genügten…

    @ Halfdan: Ich denke nicht, dass wir dabei sehr auseinander gehen. Du scheinst zum Beispiel sehr zufrieden damit zu sein, für Steindinger zu bluten und das Spiel mit den Heilern zu geniessen. Ähnlich geht es mir mit Aran. Aran muss man nur sagen, dass das sein muss, wenn Aran den Leuten vertraut, dann geht es auch mal ohne Erklärung. Und Aran macht und blutet und lässt sich dann halt wieder zusammen basteln. Kann ich in der Rolle prima mit leben, Absolut.

    Entsprechend habe ich Leute, die im von dir beschrieben Spiel aufgehen, auch augeklammert. Nur gibt es auch jene, denen das nicht genügt, die meinen, dass es Zugänge zum Wissen geben soll, dass sie dann aber nicht nutzen, weil das denn wohl nicht ihr Spiel ist oder so. Keine Ahnung, wenn ich es verstehen würde, könnte ich das Problem vielleicht lösen. ^^

    Aber: es gibt sehr viele Leute, die wollen alles wissen und beschweren sich, nichts erfahren zu haben oder nicht reinzukommen, ohne das Gepräch zu suchen oder sich doch mal hinzusetzen und zu lesen. Wie Lorrinde schon sagt, zu sehr darf man da nicht nach Realismus gehen, Ich würde danach gehen, was dem Spieler halt Spaß macht. Wenn er gerne in Schriften wühlt, soll er halt lesen können. Wenn er Schriften nicht mag, dann mag er vielleicht mehr mit Leuten reden. Wenn er ein Eigenbrötler ist, findet er halt auf seinen Streifzügen in den Wald Dinge. Ich gehe davon aus, dass ein Spieler sich einen Charakter erstellt, mit dem er in der Rolle auch Spaß hat. Und wenn er mit seinem Charakter Plot jagen will, zumindest irgendeine Möglichkeit der Informationsbeschaffung dabei hat. Er kann ja auch einen Charakter spielen, der andere Dinge mit dem Papier machen würde, aber aus Langeweile am stillen Örtchen halt trotzdem liest, was auf den Seiten steht, bevor er sie dann verwendet, wobei unsereins kirre wird, wenn die Bibliothek so immer leerer wird und Wissen verloren geht. Menk wohl auch, da er das Wissen dann nicht an die Spieler bekommt. Mir kommt gerade die Idee von einem Klo, neben dem schon von einem irren Wissenschaftler ausgesondertes Papier bereit liegt…

    Wenn man aber keine Rolle spielt, die irgendwie Interesse an der Umgebung mitbringt, und ich stimme Menk zu, dass die Überlebensfähigkeit dabei abnimmt, dann muss man sich halt nicht wundern, wenn man nicht in den Plot reinkommt.

    Wenn man keine Hintergründe braucht und genug Spaß am Kampf, am Heilen, geheilt werden oder Kochen am Lagerfeuer hat, ist doch alles im grünen Bereich.

    Aber ich bleibe dabei, wer am Plot direkt mitmischen will, muss sich interessieren oder aufmerksam sein für seine Umgebung, damit er einen Ansatz findet, dem er dann auf seine Art und Weise begegnen kann. Oder sich halt anders einbringen, indem er halt tut, was die anderen sagen, um so trotzdem mittendrin zu sein. Ein bischen muss man da ein paar Türen im Charakterkonzept oder seinem eigenen Verhalten einbauen.

    Aran hat auch Problem mit der Menschenschrift und den Augen und so. Aber Aran liest den ein oder anderen Text immerhin mal durch, zum Beispiel die von der Wahrseherin erwähnten, und lässt sich das ein oder andere mal eben erklären und ist so semi im Bilde. Und hat eigentlich doch nicht so wirklich Zeit weil irgendwie was austreiben, umgehauen werden und bluten und so. Dann kommen Leute und sagen: hier Tempel für Arena und so weil die Fetzen fürs Kleid… — Ok… sagt mir, was ich tun muss, ich tue… Vergleichbar mit der damaligen Hintergrundfülle ist das zwar nicht, aber je nach Rolle genügt mir das oder eben nicht.

    Das Problem am „alten Talosia“ war allerdings, dass viel Hintergrundwissen gebraucht wurde, um die Hintergründe zu verstehen. Das hat dem Spiel eine unglaubliche Tiefe verliehen, hat es aber schwerer gemacht, für jene, die nicht wirklich daran Interesse gezeigt hatten. Ich muss aber dazu sagen: sich das mal eben erzählen lassen ging irgendwann auch nicht mehr, das war einfach auch zu viel, um das in einem Gespräch auszunehmen.

    Ich glaube gar nicht, dass wir an verschiedenen Enden sind. Wir können sicher prima nebeneinander auskommen. Die einen wissen „warum wieso und weshalb“ und die anderen geben sich mit „darum und das“ zufrieden. Beide Seiten können dann in ihrem Spiel aufgehen, die einen sammeln Wissen, die anderen bluten. Beides macht nach meinen Erfahrungen unglaublichen Spaß. Und beides zusammen geht auch, wenn man es möchte. Je nach Zeit halt auch. Und beide Seiten können sich an entsprechenden Stellen mit ihrem Kopf und ihren Ideen einbringen. Vorausgesetzt beide Seiten kommunizieren ausreichend untereinander.

    Nur Wissen wollen ohne zuhören, lesen, gucken, hinschauen oder irgendetwas, das passt nun mal nicht.


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    • Diese Antwort wurde vor vor 8 Jahren, 7 Monaten von Admin bearbeitet.
    #1282
    Admin
    Administrator

    Oh menno, Elia!!
    Wie sollen wir uns streiten, wenn wir doch so nahe beieinander liegen?


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    #1283
    Admin
    Administrator

    Aber ich glaube, die Diskussion ist vielleicht auch ein wenig in die falsche Richtung gerutscht.

    Ich glaube gar nicht, das wir ein neues Setting brauchen, denn die Idee an sich, Dämonenhorden aufzuhalten, ist ja für alle interessant.

    Ich hab auch gar nicht in letzter Zeit die Klage gehört, man bekäme nicht genug Wissen. Gab es diese Klage nach D3 oder D4? Meine favorisierte Art war das Verlesen der Ziele auf D4 zwar nicht, aber danach wusste jeder grob Bescheid.

    Was mich viel mehr interessiert (und zwar völlig ohne : die Magier sind schuld, die Kämpfer waren inaktiv (Menk-Bashing ist natürlich immer erlaubt😄)):
    Warum ist dann keine Stimmung aufgekommen? wieso hat die Bereitschaft vieler, etwas zu tun, nicht zu entsprechenden Aktionen geführt? Wie/warum kann es passieren, dass viele Gruppen sich nach der Anreise eine gewisse Zeit bereit halten, dann aber sich bei relativ warmen Wetter in die Hütten verkrümeln und Gewandungschillen betreiben?

    Nun gut, es gibt Gruppen, die sich aus dem Spielkonzept her aus dem Plot weitgehend heraushalten. Das war schon mehrfach so uns stellt von meiner Seite keinen Vorwurf dar(bleibt mehr für mich zu schnetzeln).

    Was mir aber aufgefallen ist auf beiden Cons: Magier und „normalos“ haben weitgehend aneinander vorbeigeplottet und waren auch zeitlich zu unterschiedlichen Terminen aktiv.

    Aktuell fingen die Magier ( zumindest die meisten) glaub ich so zwischen 2 Uhr nachts und 5 Uhr / 7 Uhr an richtig zu plotten… Und haben dann bis keine Ahnung wann geruht.
    Da war natürlich mangels Beschäftigung vorher wenig Krieger draußen.

    Die Krieger wiederum standen zwischen 8 Uhr morgen und 12 Uhr parat und mussten die Sl erst aus der Hütte schießen. Nix mit Morgenpatrouille im Wald oder Pilze sammeln und Überfall.

    Wieder soll das kein Vorwurf sein, aber das verhindert natürlich auch Stimmung, wenn es nix zu sehen/ zu bewundern gibt. Hey Magier, mögt ihr kein Publikum?

    Ganz ab davon ist das auch schädlich für jede Art von Kommunikation.

    Stimmung ist für mich aktuell das größere problem gewesen. Das lag sicherlich daran, dass D4 laut Ausschreibung kampforientiert sein sollte. Hier haben mir klar ca. 5 Kampf NSC gefehlt, die uns in Atem halten.
    Stimmung war aber auch, dass die Beschreibung ( Handel treiben und Diplomatie) ja rasch erledigt war, ( gibt kaum Bewohner, ergo nix handel, nix Diplomatie).

    Und bis auf die Tatsache, dass einen die Damen Migradinnen mich super im Zelt verwöhnt haben ( nein, nur mit Tee und süßkram), haben sie mir auch wenig Ansatzpunkte gegeben, aus ihnen Plot zu ziehen.

    Also mehr Atmosphäre, wie auf einer Klassenfahrt.

    Ich hoffe, es ist klar geworden, worauf ich hinaus will. Ich glaube nicht, dass es an der Spielwelt, der Campagne oder dem Wissen liegt. Ich weiß nicht, wie, glaube aber, dass du, menk, mehr Stimmung erzeugst, wenn du Magier und Kämpfer mehr zusammen bringst und notfalls zeitlich deutlich strukturierenden eingreifst..und ein paar mehr NSC können auch nicht schaden.


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    #1288
    Admin
    Administrator

    Müssen wir uns denn streiten? 🙂


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    #1293
    Admin
    Administrator

    Na klar, es heißt doch „Mitstreiter“! 😄
    Alternativ gib mir einen Humpen Met aus und sag einfach dreimal, dass ich Recht habe!😄😄


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    #1296
    Anonym

    Hallo ihr Lieben,

    ich fand D4 an sich sehr gelungen kann aber die angesprochenen Punkte gut verstehen.
    Es ist schade wenn aneinander vorbei geplattet wird das stimmt.
    Auf anderen Cons habe ich es in letzter Zeit öfter erlebt, dass Magier und Kämpfer wirklich zusammen arbeiten mussten, was wirklich sehr interessant war. Auf den Cons war es z.B so das man ein Rätsel lösen musste um eine Person von einem Geist zu befreien. Wurde dieser Geist befreit konnt er nur durch magische oder heilige Gegenstände verletzt und getötet werden. Während versucht wurde diesen Geist/ Geister zu bekämpfen kamen Horden von „normalen Gegnern“ um auch den Rest der Bande zu bespaßen.
    So war die ganze Gruppe beschäftigt sowohl die nichtkämpfenden mit dem Rätsel, die Magier mit den Geistern und die Krieger mit den Angriffen von anderen Kreaturen. Vielleicht fällt dir da ja was ein allwissender großer mächtiger Menk 😉 ( ich bin mir sicher dass dir dazu was einfällt nur ich weiss nicht ob das für uns alle gut Enden wird)

    Gruß der Tiefling


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    #1304
    Admin
    Administrator

    es tauchen immer noch jotei schergen auf…
    dagegen muss was getan werden!
    🙂


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