Antwort zu: Erwartungen und Planungen aus dem Jahr 2015, Austausch Orga und Spieler

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Sehr wenige Einsteiger waren dabei wirklich bereit, den Hintergrund anzunehmen, und es GEHT einfach nicht, hinter jedem alles herzutragen, vor allem dann nicht, wenn er sich dafür nicht interessiert. Und Orte wie Bibliotheken werden doch immer wieder nur von denselben Verdächtigen besucht. Natürlich war es immer Arbeit, sich da reinzuwurschteln. Aber wenn man selbst die schon vorgekauten Happen nicht annehmen wollte, hatte man natürlich Probleme auf diesen Cons, wenn einem Kampf, Heilerspiel und Ambiente nicht genügten…

@ Halfdan: Ich denke nicht, dass wir dabei sehr auseinander gehen. Du scheinst zum Beispiel sehr zufrieden damit zu sein, für Steindinger zu bluten und das Spiel mit den Heilern zu geniessen. Ähnlich geht es mir mit Aran. Aran muss man nur sagen, dass das sein muss, wenn Aran den Leuten vertraut, dann geht es auch mal ohne Erklärung. Und Aran macht und blutet und lässt sich dann halt wieder zusammen basteln. Kann ich in der Rolle prima mit leben, Absolut.

Entsprechend habe ich Leute, die im von dir beschrieben Spiel aufgehen, auch augeklammert. Nur gibt es auch jene, denen das nicht genügt, die meinen, dass es Zugänge zum Wissen geben soll, dass sie dann aber nicht nutzen, weil das denn wohl nicht ihr Spiel ist oder so. Keine Ahnung, wenn ich es verstehen würde, könnte ich das Problem vielleicht lösen. ^^

Aber: es gibt sehr viele Leute, die wollen alles wissen und beschweren sich, nichts erfahren zu haben oder nicht reinzukommen, ohne das Gepräch zu suchen oder sich doch mal hinzusetzen und zu lesen. Wie Lorrinde schon sagt, zu sehr darf man da nicht nach Realismus gehen, Ich würde danach gehen, was dem Spieler halt Spaß macht. Wenn er gerne in Schriften wühlt, soll er halt lesen können. Wenn er Schriften nicht mag, dann mag er vielleicht mehr mit Leuten reden. Wenn er ein Eigenbrötler ist, findet er halt auf seinen Streifzügen in den Wald Dinge. Ich gehe davon aus, dass ein Spieler sich einen Charakter erstellt, mit dem er in der Rolle auch Spaß hat. Und wenn er mit seinem Charakter Plot jagen will, zumindest irgendeine Möglichkeit der Informationsbeschaffung dabei hat. Er kann ja auch einen Charakter spielen, der andere Dinge mit dem Papier machen würde, aber aus Langeweile am stillen Örtchen halt trotzdem liest, was auf den Seiten steht, bevor er sie dann verwendet, wobei unsereins kirre wird, wenn die Bibliothek so immer leerer wird und Wissen verloren geht. Menk wohl auch, da er das Wissen dann nicht an die Spieler bekommt. Mir kommt gerade die Idee von einem Klo, neben dem schon von einem irren Wissenschaftler ausgesondertes Papier bereit liegt…

Wenn man aber keine Rolle spielt, die irgendwie Interesse an der Umgebung mitbringt, und ich stimme Menk zu, dass die Überlebensfähigkeit dabei abnimmt, dann muss man sich halt nicht wundern, wenn man nicht in den Plot reinkommt.

Wenn man keine Hintergründe braucht und genug Spaß am Kampf, am Heilen, geheilt werden oder Kochen am Lagerfeuer hat, ist doch alles im grünen Bereich.

Aber ich bleibe dabei, wer am Plot direkt mitmischen will, muss sich interessieren oder aufmerksam sein für seine Umgebung, damit er einen Ansatz findet, dem er dann auf seine Art und Weise begegnen kann. Oder sich halt anders einbringen, indem er halt tut, was die anderen sagen, um so trotzdem mittendrin zu sein. Ein bischen muss man da ein paar Türen im Charakterkonzept oder seinem eigenen Verhalten einbauen.

Aran hat auch Problem mit der Menschenschrift und den Augen und so. Aber Aran liest den ein oder anderen Text immerhin mal durch, zum Beispiel die von der Wahrseherin erwähnten, und lässt sich das ein oder andere mal eben erklären und ist so semi im Bilde. Und hat eigentlich doch nicht so wirklich Zeit weil irgendwie was austreiben, umgehauen werden und bluten und so. Dann kommen Leute und sagen: hier Tempel für Arena und so weil die Fetzen fürs Kleid… — Ok… sagt mir, was ich tun muss, ich tue… Vergleichbar mit der damaligen Hintergrundfülle ist das zwar nicht, aber je nach Rolle genügt mir das oder eben nicht.

Das Problem am „alten Talosia“ war allerdings, dass viel Hintergrundwissen gebraucht wurde, um die Hintergründe zu verstehen. Das hat dem Spiel eine unglaubliche Tiefe verliehen, hat es aber schwerer gemacht, für jene, die nicht wirklich daran Interesse gezeigt hatten. Ich muss aber dazu sagen: sich das mal eben erzählen lassen ging irgendwann auch nicht mehr, das war einfach auch zu viel, um das in einem Gespräch auszunehmen.

Ich glaube gar nicht, dass wir an verschiedenen Enden sind. Wir können sicher prima nebeneinander auskommen. Die einen wissen „warum wieso und weshalb“ und die anderen geben sich mit „darum und das“ zufrieden. Beide Seiten können dann in ihrem Spiel aufgehen, die einen sammeln Wissen, die anderen bluten. Beides macht nach meinen Erfahrungen unglaublichen Spaß. Und beides zusammen geht auch, wenn man es möchte. Je nach Zeit halt auch. Und beide Seiten können sich an entsprechenden Stellen mit ihrem Kopf und ihren Ideen einbringen. Vorausgesetzt beide Seiten kommunizieren ausreichend untereinander.

Nur Wissen wollen ohne zuhören, lesen, gucken, hinschauen oder irgendetwas, das passt nun mal nicht.


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  • Diese Antwort wurde vor vor 8 Jahren, 3 Monaten von Admin bearbeitet.

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